Neuraltherapie – ein regulatives Naturheilverfahren

Die Neuraltherapie ist nicht nur eines der bekanntesten Naturheilverfahren, sondern unter der Bezeichnung TLA (Therapeutische Lokalanästhesie) auch Teil der Schulmedizin in der Orthopädie und der Schmerztherapie. Die Neuraltherapie wirkt ähnlich ganzheitlich wie die traditionelle chinesische Medizin; das am meisten verbreitete Medikament der Neuraltherapie, Procain, hat darüber hinaus aber sogar krebsvorbeugende Wirkungen am Erbgut.

 Bei der Neuraltherapie werden Lokalanästhetika (in der Regel Procain) an genau definierte Körperstellen gespritzt, um natürliche Selbstheilungsprozesse zu aktivieren.

Die Wirkungen der Lokalanästhetika sind unter anderem muskelentspannend, entzündungshemmend, langfristig schmerzlindernd und vegetativ ausgleichend, weshalb die Neuraltherapie auch bei psychosomatischen Erkrankungen wie stressassoziierten Erkrankungen bis hin zum Burnout eingesetzt werden kann.

Segmenttherapie in der Neuraltherapie

Die Segmenttherapie ist die Behandlung im gestörten Bereich, wobei mit feinster Nadel Procain oder andere Lokalanästhetika in die Haut, ins Unterhautgewebe, in verspannte Muskeln, an die Knochenhaut, an Muskelansätze, Nerven, vegetative Nervengeflechte gespritzt werden. So kann zum Beispiel bei Rückenschmerzen neben Hautquaddeln, Behandlung der Muskulatur auch eine Injektion an Bandscheibenvorfälle, teils mit Kortisonzusatz und unter Computertomographie-Kontrolle durchgeführt werden.

Störfeldtherapie der Neuraltherapie

Bei 30 bis 40% chronischer Schmerzen spielen Störfelder als „Störsender“, die elektrochemische Störimpulse in das vegetative Nervensystem abgeben, wie ein Handy im Jet, eine Rolle. Solche Störfelder können erkrankte Zähne, vereiterte Mandeln oder alte Narben sein.

Bei welchen Erkrankungen hat sich die Neuraltherapie bewährt?

Neuraltherapie | Dr. med. Gerald E. Müller
  • alle chronischen Schmerzzustände wie Migräne, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen aller Art incl. Bandscheibenvorfällen, Rheuma
  • akute Erkrankungen des Bewegungsapparates, Sportmedizin
  • Innere Erkrankungen wie Asthma, Magenleiden, Leber- und Gallenerkrankungen, Darmerkrankungen, Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen
  • Gynäkologische Erkrankungen wie Wechseljahrsbeschwerden, Unterbauchschmerzen, Zyklusstörungen u.a. hormonelle Störungen
  • Psychosomatische Erkrankungen wie Schlafstörungen, Unruhe, Ängste, Herzrasen und vegetative Überreizung verschiedenster Ursache
  • Überlastungszustände durch chronischen Stress
  • Hals-, Nasen- Ohrenerkrankungen wie Nebenhöhlenentzündungen, Mittellohrentzündungen, gehäufte Mandelentzündungen